Teil eines Werkes 
5.-8. Bdchn. (1851)
Entstehung
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in den Ofen werfen und davon laufen würden; gleichwohl behalfen ſie ſich inzwiſchen ſo gut wie möglich und über⸗ ließen ſich fortwährend der Hoffnung, der Kanzler werde doch endlich einmal Vernunft annehmen. Aber Antonio Ferrer, welcher das war, was man heut zu Tag einen Charakter nennen würde, antwortete, die Bäcker hätten in den früheren Zeiten mehr als genug Nutzen gehabt und würden auch in künftigen beſſeren Zeiten mehr als genug profitiren; man wolle allerdings zu⸗ ſehen, man wolle darauf bedacht ſein, ihnen viel⸗ leicht von Staatswegen eine Entſchädigung zu verſchaf⸗ fen; inzwiſchen aber müßten ſie ſich feſt daran halten. Ob er nun wrirklich ſelbſt von der Richtigkeit dieſer Gründe, die er gegen andere anführte, überzengt war, oder ob er aus den bisherigen Wirkungen die Unmöglichkeit er⸗ ſah, ſeine Maßregel länger durchzuführen, und deshalb einem Andern das gehäſſige Geſchäft überlaſſen wollte, ſie zurückzunehmen(denn wer vermag heute, Antonio Ferrers innerſte Meinung zu erkunden 2) ſo viel ſteht feſt, daß er um kein Haarbreit von ſeinen Anordungen abging. End⸗ lich erließen die Decurionen lein aus Adeligen zuſammen⸗ geſetzter Gemeinderath, der bis ins Jahr 96 des venfloſ⸗ ſenen Jahrhunderts fortbeſtand) einen ſchriftlichen Bericht über die Sache an den Statthalter, damit er irgend ein Ausfunftsmittel erfinden möchte.

Don Gonzalo, der bis über die Ohren in den Kriegs⸗ geſchäften ſteckte, that, was ſich der Leſer gewiß vorſtellt; er ernannte eine Kommiſſion, welcher er das Recht üher⸗ trug, einen Brodpreis feſtzuſetzen, der gelten könne: alſo eine für Beide Theile gerechte Sache. Die Mitglieder traten zuſammen oder, wie es in dem damaligen ſpaniſchen Kauderwelſch hieß, ſie bildeten eine Junta, und nach tau⸗ ſend Kratzfüßen, Komplimenten, Umſchweifen, Klagen, Halbſagereien, Vorſchlägen zur Güte, Ausflüchten, vereinig⸗ ten ſie ſich, durch eine von Allen gleichmäßig empfundene