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Buch in die Fläche der linken und ſetzte geſenkten Blickes ſeinen Spaziergang fort, indem er von Zeit zu Zeit die Steine, welche ihm im Wege lagen, mit dem Fuße wegſtieß und den müßigen Gedanken, die ſeinen Geiſt in Verſuchung führten, während die Lippe von ſelbſt das Abendgebet ſprach, mit größerer Gemächlich⸗ keit Gehörhſchenkte. Nachdem er aus ſeinen Betrach⸗ tungen wieder erwacht war, erhob er die Augen zu dem gegenüberſtehenden Berge und ſtarrte mechaniſch in den Glanz der kaum binabgeſunkenen Sonne, wel⸗ cher durch die Spalten dieſes Berges hervorbrach und ſich da und dort in breiten und ungleichen Purpur⸗ ſtreifen an den hohen Maſſen abmalte. Als er das Brevier von Neuem geöffnet und noch einen andern Abſchnitt hergeſagt hatte, kam er an eine Biegung des Weges, wo er die Augen von dem Buch zu erheben und ſich umzuſchauen pflegte: dieß that er denn auch am heutigen Tage. Nach der Biegung ging der Weg etwa ſechszig Schritte weit gerade aus und theilte ſich dann in zwei kleine Pfade wie ein Ppſilon. Der rechte zog ſich den Berg hinan und führte nach der Pfarrwohnung; der linke neigte ſich in's Thal hinab bis zu einem Bache, und auf dieſer Seite reichte die Mauer dem Spaziergänger nur bis an die Hüfte. Die inneren Mauern der beiden Fußwege endeten, ſtatt ſich in einem Winkel zu vereinigen, bei einer kleinen Kapelle, an welche gewiſſe lange, geſchlängelte und zugeſpitzte Fi⸗ guren gemalt waren, die in der Abſicht des Künſtlers, ſowie in den Augen der Umwohner Flammen bedeuten ſollten, und dazwiſchen hinein noch gewiſſe andere Ge⸗ ſtalten, die ſich nicht beſchreiben laſſen und Seelen im Fegfeuer vorſtellten; Seelen und Flammen ziegelfarbig auf gräulichem Grunde, da und dort etwas abgebröckelt.
Als der Pfarrer um die Ecke bog und wie ge⸗ wöhnlich ſeinen Blick nach dem Kapellchen richtete, ſah er ein Ding, das er nicht erwartete und lieber nicht geſehen hätte. Zwei Männer ſtanden am Zuſammen⸗


