107 hat der Anführer der Franzoſen ſeine Bundesgenoſſen, die Huronen aufgeboten. Es iſt die Waldung von ihnen erfüllt und auch Ihr, die Ihr hier einſam woh⸗ net, habt Gefahr zu befürchten. Seid wachſam und vorſichtig!«
Es war wirklich ſo, wie der Indier berichtete. Der franzöſiſche Obergeneral hatte mitten im Winter einen Angriff auf die Linie der engliſchen Forts verſucht. Zugleich lagen die wilden blutgierigen Horden der Hu⸗ ronen längs der gebahnten Heerſtraſſe. Alle Boten wur⸗ den aufgegriffen, auf das Grauſamſte ermordet, die Verbindung zwiſchen den einzelnen Poſten war gänzlich unterbrochen; Pflanzungen wurden beraubt, niederge⸗ brannt, die Bewohner ermordet, oder in ferne Gegen⸗ den als Gefangene fortgeſchleppt. Alles dieſes geſchah ſo raſch, daß die Engländer erſt nach vollzogener That die Nachricht davon erhielten. Es war unmöglich, den Wald zu paſſiren und den Angegriffenen Hilfe zu ſen⸗ den, denn die hochbeſchneieten„voſt durch Schneehaufen völlig geſperrten Straſſen waren kaum für leichtes Fuhr⸗ werk, aber nicht für Truppenmaſſen und Geſchütz gang⸗ bar. Die einzige Hoffnung beſtand auf einem uner⸗ warteten Eintritt des Frühjahrs, der den Franzoſen Tod und Verderben bringen mußte. Allein der ſchlaue Anführer der Feinde hatte ſich hierauf vorgeſehen. Nur
ein kleiner Theil des Heeres, angeführt von einem der


