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ſogar auf Steinen, wußten ſie aus der Bildung der Fuß⸗ ſtapfen, aus der Weite und Art der Tritte zu beſtimmen, ob Europäer oder Indier, ob Männer oder Frauen, ja ſelbſt von welcher indiſchen Nation, die Spuren einge⸗ drückt hatten. Sie beſtimmten genau die Anzahl derſel⸗ ben und nahmen hiernach ihre Maßregeln. Deshalb errang ein ſolcher ausgezeichneter Krieger oft eine kaum glaubliche Anzahl von Scalps und ſein Name ſtand bei Freund und Feind in gleich großem Ruhm. Doch nicht allein durch ſo hohen Muth und ſo ausgezeichnete krie⸗ geriſche Talente waren ſolche Krieger berühmt und an⸗ geſehen. Eben ſo groß, als ihre Stärke, Ausdauer und
Geſchicklichkeit, war auch ihr natürlicher Verſtand, ihre Beſcheidenheit und Zurückhaltung. Sie übereilten ſich Erzähler an und urtheilten dann
nie, hörten ruhig den mit vieler Ueberlegung. Bei ihnen unbekannten Gegen⸗
ſtänden fragten ſie und hörten die ihnen gegebene Er⸗ klärung mit der größten Aufmerkſamkeit an, wodurch es ihnen faſt immer gelang, der Sache Meiſter zu werden. Aber auch durch andere edlere Eigenſchaften machten
ſich ſolche Indier den Europäern ſchätzbar. Sie äußer⸗
ten im friedlichen Leben Höflichkeit, Gaſtfreiheit und
Großmuth. Sie entließen keinen Fremden, ohne ihn
zuvor zu ſpeiſen und ohne für ſeine Ruhe Sorge zu
tragen. Als Bundesgenoſſen der Europäer zeigten ſie
ſich treu, edel und uneigennützig und man konnte in


