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ſammelt. Der junge Fürſt forderte jetzt ſeinen Freund auf, ihm vor das Dörfchen hinaus auf einen der Hügel zu folgen. Beide beſtiegen denjenigen, auf welchem das Kirchlein lag. Hier fanden ſie eine Menge Frauen und Kinder, die ſich im erſten Schrecken hierher geflüch⸗ tet hatten. Wilberforce gab ihnen die beruhigendſten Verſicherungen und nun wurde es ſtill auf dem Platze. Munorvah führte jetzt den Miſſionär auf die vom Dörf⸗ chen abgelegene äußerſte Spitze. Wir werden es ver⸗ ſuchen, den Anblick, welcher ſich Wilberforce und ſeinem Begleiter hier darbot, unſern lieben Leſern zu beſchreiben.
Der im Oſten glühend roth aufſteigende Mond ver⸗ mochte es nur wenig, die in das Dunkel der Nacht verhüllte Gegend zu beleuchten. Gleich rieſigen Schat⸗ ten ſtiegen die Gebirge in das tiefe Blau des ſternen⸗ ſtrahlenden Himmels auf, ſchwarz und unheimlich. Durch eine ſehr erklärbare Täuſchung der Augen ſchienen die zackigen Felſenhäupter näher heran gerückt, das fried⸗ lich ſtille Thal, wo der neue Chriſtenort gebaut worden war, zu umgürten. Der Strom ſchoß rauſchend in ſei⸗ nem Bette hin und die Waldungen an ſeinen Ufern veugten ſich mächtig im Nachtwinde. Einzelne Wipfel höherer Bäume bildeten, durch die herrſchende Finſter⸗ niß träumeriſch umhüllt, geſpenſtiſche Geſtalten, die vom Luftzug bewegt, belebt zu ſein ſchienen und ſeltſame Bewegungen über dem dunkeln Laubdach darſtellten.


