Druckschrift 
Der Missionair : Originalerzählung : zur Belehrung und Unterhaltung für die Jugend und ihre Freunde / von Philipp Koerber.
Entstehung
Einzelbild herunterladen

N

3 S(

Bahn zu brechen. Die Rufe der Offiziere verhallten ungehört in dieſem wirren Gewimmel ſich gegenſeitig mordender, nicht mit Waffen, nein mit dem, was zu⸗ nächſt zur Hand war, würgender Menſchen. Die Sea⸗ poys konnten eben ſo wenig von dem Vortheil ihrer Waf⸗ fen Gebrauch machen, denn auch ſie waren eng einge⸗ keilt und vermochten kaum ſich ſelbſt zu vertheidigen. Hätte nicht ein rettendes Geſchick und die Todesangſt der Pferde endlich Bahn gebrochen, ſo würde wahrſchein⸗ lich kein Mann der Mordſucht der durch ihre Ueberzahl und die günſtigſten Umſtände ſiegenden Afrikaner entron⸗ nen ſein, um das ſchauerliche Ende der Gefährten den Ueberlebenden zu berichten. Einer der mitziehenden Pul⸗ verwagen war im Getümmel geſtürzt und, feuerfangend, erplodirte die Pulvermaſſe mit furchtbarem Krachen und zerriß und zerſchmetterte Hunderte von Wilden, welche von den nachdrängenden kampfgierigen Maſſen in der Nähe feſtgehalten wurden. Die Wirkung mußte gräß⸗ lich ſein, denn ein verzweiflungsvolles Furcht⸗ und Schmerz⸗ geſchrei ertönte im Forſte. Die entzündet umherfliegen⸗ den Granaten vermehrten, mit grellem Ziſchen und Krachen

mitten in den entſetzten Menſchenmaſſen zerſpringend und

die Zunächſtſtehenden auf das Gräßlichſte zerſchmetternd und zerreißend, die Verwirrung und die Angſt der Wilden. Dieſe niegeſehene furchtbare Gewalt des Pulvers und der eiſernen Zerſtörungsmaſchinen beſiegten ihren Blutdurſt