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Himmel röthete und die runden Kuppen der Gebirge matt erleuchtete. Die wachehaltenden Männer in der Citadelle be⸗ merkten dieſe Zeichen kaum, als ſie dieſelben auch ſchon dem Commandeur meldeten, deſſen fehlerhaſte An⸗ ordnung in dieſem Augenblick ſo verderbenvolle und unglückliche Früchte trug. Oberſt K. erkannte ſogleich die Gefahr und ſah jetzt ein, in welcher ſchreck⸗ lichen Lage ſich die entfernten vereinzelten Militärpoſten befinden mußten. Er ließ ſchnell die Lärmkanonen löſen und im Angenblick bewieß ein dumpfes verwirrtes Getöſe, daß die im Fort und Lager vertheilten Truppen ſich zu regen begannen. Nach wenigen Minuten wir⸗ belten die Trommeln„ ſchmetterten die Trompeten, flammten die Wachtfeuer heller und erſchallte und drang durch dieſes Getöſe das Raſſeln der Waffen, welche die erſchreckten aus dem Schlafe erweckten Krieger zum Kampfe ergriffen.
Oberſt K... war ſchon zu Pferde; ſeine Adju⸗ tanten flogen nach allen Seiten und die von ihnen über⸗ brachten Befehle bewieſen, daß er trotz aller begangenen Fehler den Ruf eines tüchtigen Kriegers, der ihm vorange⸗ gangen war, ſehr wohl verdiente. Die ſämmtliche hier verſammelte Reiterei mußte ſich bis auf Wenige zum Auszuge rüſten und auf dem Hofe der Cidatelle ſtanden ſchon vier Kanonen und zwei Haubitzen bereit, um den


