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Der Missionair : Originalerzählung : zur Belehrung und Unterhaltung für die Jugend und ihre Freunde / von Philipp Koerber.
Entstehung
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Gebirge zurückzogen und ſich hier zum Kriege v melten und rüſteten. Um nun unſere Leſer mit den beiden V ollsſtämmen bekannt zu machen, wird zwar bezüglich der Kaffern unſere Erzählung genug Gelegenheit darbieten, weniger aber hinſichtlich der Hottentotten, denn dieſe leben gegenwärtig zerſtreut innerhalb des Gebietes der Colonie. Ehedem bildeten ſie einen nicht unbedeutenden Volks⸗ ſtamm; aber dieſes gutmüthige, unkriegeriſche, aus ſeinen alten Beſitzungen verdrängte Volk traf unter der hollän⸗ diſchen Verwaltung ein ſo hartes Loos, daß ihre Zahl bis zum Jahre 1807 nach einer damals vorgenommenen Zählung nur 17570 Seelen betrug. Sie waren für gänz⸗ lich unfähige, elende, ſchmutzige, halbthieriſche Menſchen ausgeſchrieen worden. Die rohen, gefühlloſen, ſelbſtſüch⸗ tigen holländiſchen Bauern hatten ſie in völlige Scla⸗ verei gebracht und ſie ſtanden bei dieſen übermüthigen Eindringlichen gleich einer niedrigeren Kaſte in wab⸗ rer Dienſtbarkeit. Als England die Capeolonie übernahm, ſuchte man vor allem das Elend dieſer armen Menſchen zu lindern. General N... bildete aus ihnen zuerſt ein eigenes Militzcorps, nach Art der Seapoy's in Oſt⸗ indien und gab ihnen dadurch ihre Würde in der menſch⸗ lichen Geſellſchaft wieder. Durch die ſtrengſte Disciplin, Gehorſam, Lernfähigkeit, Reinlichkeit zeichneten ſie ſich ſogleich in gleichem Grade aus, wie die europäiſchen 2