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Der Missionair : Originalerzählung : zur Belehrung und Unterhaltung für die Jugend und ihre Freunde / von Philipp Koerber.
Entstehung
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aufgeſchlagenen Krempe, unter dem ein bleiches hageres Geſicht mit blauen Augen, deſſen Ausdruck der einer ent⸗ ſchiedenen Sanſtmuth und Demuth war, herausſchaute, bedeckte ſeinen mit ſchlichtem hellblonden Haar bewach⸗ ſenen Kopf. Ein langer Rock von ſchwarzem dünnen Wollenzeuge mit großen Schößen und großen hornenen Knöpfen, kurze ſchwarze Beinkleider von demſelben Stoffe, ſchwarze wollene Strümpfe, Schuhe mit ſchwarzen eiſer⸗ nen Schnallen, an deren einem ein roſtiger Sporn be⸗ feſtiget war, während dem andern dieſes grauſame In⸗ ſtrument fehlte, übrigens reine Wäſche, wie auch große Reinlichkeit im ganzen äußerſt ärmlichen Anzug dieſes jungen Mannes, mit dieſen wenigen Worten und etwa mit dem Zuſatze, daß er von ungewöhnlicher Größe war, glauben wir unſere lieben Leſer hinlänglich mit der Geſtalt des Unbekannten vertraut gemacht zu haben. Der Name des Fremden war Wilberforce; ſein Geburtsland Schottland und in demſelben ein faſt unbe⸗ kanntes Dörfchen, wo ſeine Eltern, arme Handwerks⸗ leute, ihm durch einen frühen Tod entriſſen wurden. Der verwaiſete Knabe verließ die Geburtsſtätte und wanderte mit den geringen Reſten der Habe ſeiner ver⸗ lebten Eltern nach Edinburg, um ſich hier kümmerlich als Alumnus zu ernähren. Sein anhaltender Fleiß, ſeus ſeltene Fügſamkeit und Gutmüthigkeit und ſeine nicht geringen Talente erwarben ihm Gönner, durch

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