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der gepreßt und nur der im Freien verhallende düſtere Ton der Trommeln, welche von Stunde zu Stunde ge⸗ rührt werden mußten, unterbrach momentan die Einför⸗ migkeit des Kriegerzugs. Schwer gepackte Wagenzüge mit Ochſengeſpannen, von Reitermaſſen eskortirt ſchlän⸗ gelten ſich knarrend und tief in den feuchten Boden ein⸗ ſinkend durch die einſamen Gefilde. Weit voran und in
tiefer Ferne zogen die Wachtpikets der engliſchen Drago⸗ ner in derſelben Richtung fort. Die hottentottiſchen Fuhr⸗
knechte waren die einzigen Eingebornen, welche den Zug mitmachten und ihr melancholiſcher improviſirter, unme⸗ lodiſcher Chorgeſang gab der ganzen Scene einen wo möglich noch viel düſtereren Charakter.
Das Gefilde war öde, leer. In der Ferne zeigten ſich die Wohnungen und Oeconomiegebäude einzelner holländiſcher Coloniſten, welche, den neuen Beſitzern der Colonie abhold, ſich entweder beim erſten Anblick der Engländer geflüchtet hatten, oder trotzig in der Ferne ſtehend, die Vorüberziehenden mit argwöhniſchen, ſcha⸗ denfrohen) oder ſeindlichen Blicken Phne Gruß vorbei⸗ marſchiren ließen.
Mühſam hatte die Colonne eine Gebir gsterraſſe nach der andern überſtiegen, einen noch von der Regenzeit hoch fluthenden Strom nach dem andern durchſetzt. Jeder Tag hatte neue Opfer gekoſtet, neue Strapatzen gebracht und noch war des mühſeligen, immer einſamer


