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Täuschungen : historische Novelle / von Heinrich Koenig
Entstehung
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zugeben habe, gegen einander ab. Dabei regte ſich der Unmuth, daß er jetzt als Wohlthat an⸗ nehmen ſollte, was ihn früher von demſelben Bruder ſo tief herab geſetzt hatte. In ſeinem ge⸗ reizten Stolz und bei dem verdrießlichen Gedan⸗ ken, daß er die lockenden Erwartungen ſeiner Zu⸗ kunft ſo ſchnöde hinwerfen und die Flucht ergrei⸗ fen ſollte, täuſchte er ſich über die allenfallſigen Bedrohniſſe der ihm nachhinkenden Vergangenheit. Es regte ſich etwas in ihm gleich der Empfindung eines verzweifelnden Spielers, der ſein letztes Goldſtück auf Va banque! ſetzt, und der rol⸗ lenden Glückskugel vvraus, wenigſtens dem är⸗ gerlichen Menſchen, der ſich ihm als warnender Schutzgeiſt aufdrängen will, Trotz bieten kann. Daß ſeine Glückskugel möglicherweiſe eine Blei⸗ kugel ſein könnte, fiel ihm nicht im Entfern⸗ teſten ein.

Mainzer Offiziere? lachte er bitter auf. O ich kenne ſie! Aber, was ſicht denn meine Bemühung bei der Belagerung von Mainz die Preußen oder Heſſen an? Oder, wollen ſie mich