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Täuschungen : historische Novelle / von Heinrich Koenig
Entstehung
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der Stadt mit geſpannten Gewehren lauernd umher ſchlichen.

Am verwegenſten wagten ſich noch die Hand⸗ werksgeſellen aus dem Heſſiſchen auf jene bedrohten Pfade, um ihre Landsleute zu beſuchen, die an der Friedberger Warte lagerten. Das heimliche Un⸗ ternehmen, dem ſie verſchworen waren, ſchien ihner einen trotzigeren Muth zu leihen, wenn ſie nicht etwa, im Bewußtſein ihres Geheimniſſes gegen die Franzoſen und ihrer Freundſchaft gegen die Deut⸗ ſchen, ſich über die Gefahr täuſchten, zwiſchen beiden hin und wieder zu ſchleichen. Später waren ſie auch von Lothar angewieſen, die Offiziere des heſ⸗ ſiſchen Lagers von dem aus der Stadt zu erwar⸗ tenden Beiſtand in Kenntniß zu ſetzen und ſich die Thore bezeichnen zu laſſen, wo man beim Amücken der Truppen gegen die Stadt von innen am geeig⸗ netſten mitwirken könnte, das Eindringen zu er⸗ leichtern. Solche Mittheilungen, durch die der Operationsplan der Belagerer gar leicht konnte verrathen werden, wurden begreiflicherweiſe nicht gegeben. Aber am 30. November, an welchem