Mainzer Beſatzung in Bewegung ſei, auszurücken und ſich mit den Oeſtreichern zu vereinigen, die unter dem Grafen Erbach bei Speier ſtehen. Dieſen Morgen hat die Familie Wohnung in der Stadt genommen. Sie wollen vorerſt hier bleiben und ab⸗ warten. Die Frau Marquiſe hatte ſchon in der Frühe unſern Doktor hinauf rufen laſſen. Sie hat Vapeurs gekriegt.
Was? rief Hauptmann Ohlenſchlager. La⸗ borirt Die noch an den alten vorrevolutionären Anwandlungen? Gewiß einerechte Royaliſtin! Das ſind noch von den galanten Beängſtigungen. Sagt, Freunde, ob wohl unſer republikaniſcher Doktor „Vapeurs“ behandeln kann?
Wenn die Vapeurs in die Galanterie ſchlagen, — ganz gewiß! lachte der dicke Baurath Heer⸗ wagen. Aber wahrlich, unſer kleiner Doktor macht ſich mit ſeinem angeerbten Franzöſiſch die Revo⸗ lution zinsbar.
So entgeht doch das Völkchen ſeinem Ver⸗ hängniſſe nicht! bemerkte Zimmermann, der prote⸗ ſtantiſche Pfarrer aus der Altſtadt.
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