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oder der Triumph der Wahrheit. 297
Sultan. Die ſoll er alle buͤßen. Iſt unſer Herold ſchon bei ſeinen Amtsgeſchaͤften? Buͤckling. Er bläͤſt und haranguirt bereits aus allen Kraͤften. Sultan. Wie ſteht's, Monſieur Verar? dem heiligen Herodes Befehl Er ſich indeß; Er iſt ein Kind des Todes. Verax. Nicht tödten kannſt Du mich, und auch nicht einmal feſſeln. Sultan. Was? ſieden läſſ' ich Dich in großen Branntweinskeſſeln. Verar. Du magſt nun immerhin mich ſieden oder braten; Vergebens exilirſt Du mich aus Deinen Staaten; Hermetiſch ſiegelſt Du umſonſt mich in die Flaſche; Verbrenne mich, der Phoͤnir ſteigt aus ſeiner Aſche. Sultan.
Nun hor' mir Eins den Prahlhans! Nur Geduld, Herr
Phoͤnir! BVald ſingſt ein andres Lied, beim Brechen Deines Geniks. So wahr ich kluger bin, als alle andre Leute, Verſchmäh'n die Weiber Dich, ſo bummelſt Du noch heute. (zum Hofmarſchall, der am Fenſter ſteht.) Wie iſt's? Was hoͤrt man neues unten auf der Straße? Bückling. Dem Herold lachen ſie gewaltig in die Naſe. Die Weiber alleſamt traktiren ihn mit Hohn, und nennen abgeſchmackt die Propoſition.


