Teil eines Werkes 
11. Th. (1828) Sämmtliche dramatische Werke
Entstehung
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290 Sultan Bimbambum

. Sultan. Nun ſeh' mir Einer an! Giebt's einen groͤßern Eſel, Als dieſer Verax da, von Babylon bis Weſel? Hab ich denn nichts zu thun, als mich um Suppen kuͤmmern? Brillanten muͤſſen hier am Wochenbette ſchimmern! Nicht wahr, mein Biribi? Du wuͤrdeſt ſchoͤn mich jagen, Wollt' ich Dir Knochenmark ſtatt Schmuck entgegen tragen⸗ Biribi. Mich duͤnkt, es waͤre gut, geruht Ihr zu befehlen, Dem Frechen hundert Hieb' auf ſeinen Bauch zu zählen. Sultan. Geliebteſte! das mocht ihn gar zu ſehr verſtimmen. Wir koͤnnen ja nachher zu rechter Zeit ergrimmen. Verax. 7 Sie heuchelt Treue Dir, ſie wiegt Dich in den Schlafz Dann ſchwelgt in ihrem Arm ein junger Chriſtenſtlav, An den verſchwendet ſie Dein Gold mit vollen Haͤnden; Der Sohn, den ſie gebahr, ſtammt nicht aus Deinen Lenden. Sultan. ! wie abgeſchmackt der dumme Teufel lügt! Seit meiner Amme Tod hat Keiner mich gewiegt. und daß ich Vater bin, ſieht jede alte Baſe; Der Prinz hat meine Ohren, hat ja meine Naſe. Biribi. Doch Naſ' und Ohren, bitt' ich, dieſem abzuſchneidenz Denn die Verwegenheit kann ich nicht länger leiden⸗ Sultan. Sei ruhig, Schatz, er ſoll den Raben nicht entwiſchenz Doch laſſ/ zum Spaß, nur noch die Schlang ein wenig ziſchen.