Teil eines Werkes 
11. Th. (1828) Sämmtliche dramatische Werke
Entstehung
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oder die Gefahren der Jugend. 23

Dieth.„Den Zeiger an der Uhr zu befeſtigen, fuͤnf Thaler.“(Er ſieht Flink ſtarr an, Flink ſchaut ihm ganz ehrlich in die Augen) Weißt du, was Herr⸗ mann dazu ſagen wuͤrde?(Flink zuckt die Achſeln und ſchuͤttelt den Kopf) Wenn das ſo fortgeht, wuͤrde er ſagen, ſo moͤchte der Zeiger an der Uhr bald genug auf die Stunde des Bankrotts deuten.

Flink. Leute von Stande laſſen ihre Uhren bey Monſ. Piccot repariren, und Monſ. Piccot iſt theuer. Ein Deutſcher haͤtte es freylich fuͤr acht Groſchen ge⸗ than; aber Monſ. Piccot iſt kein Deutſcher.

Dieth.„Den Pudel zu kuriren, zehn Thaler.“ Kerl! der ganze Pudel hat nicht mehr als fuͤnfe gekoſtet.

Flink. Das glaube ich wohl, denn er iſt ein ehr⸗ licher Hund.

Dieth. Das iſt mehr, als du von dir ſagen kannſt.

Flink. um Vergebung, Hr. Diethelm! vormals brachte man die Hunde zum Scharfrichter, oder zum Hirten, aber heut zu Tage haben wir einen graduirten Viehdoktor, den kann man nicht mit Groſchen abſpeiſen.

Dieth. Mosje Flink, ich mag es wohl leiden, daß man mich betruͤgt, aber nur feiner, wenn ich bitten darf.

Flink. Ich bin noch ein junger Anfänger, Sie müſſen Geduld haben.

Dieth. Da nimm deinen Wiſch. Flink. Soll ich quittiren?