oder die Gefahren der Jugend. 21
Sech ſte Scene. Diethelm.
Welch ein Mann! Ja, nur der Freund höherer Weſen kann Furcht und Liebe, Zittern und Vertrauen in jeder Bruſt wecken. Wußte er nicht jede meiner verborgenſten Handlungen? Jeden meiner Gedanken ſo⸗ gar? O wenn er Wort hält—— Du zweifelſt, Diethelm?(ſchuchtern um ſich ſchauend) Erzürne ihn nicht, er hoört dich.— Gewiß, er wird Wort halten! und dann, guter Herrmann, bin ich dann noch von kau⸗ ter Betruͤgern umgeben?
Siebente Scene. Diethelm. Flink. Dieth. Nur naͤher, mein Freund!— Du trittſt mir ſehr keck unter die Augen. Flink. Ich will nicht hoffen, daß der Hexen⸗ meiſter— Dieth. Ehrfurcht, Mosje Flink! Flink. Seine dienſtbaren Geiſter haben ihn be⸗ trogen.
Dieth. Hute dich! Ihn täuſcheſt du nicht. Flink. Freylich, gegen den bin ich nur ein Lehrling. Dieth. Schweig!
Flink. Ein armer Bedienter, luſtig und ehrlich.
Etwas dumm mag ich freylich wohl ſeyn, aber die
dummen Menſchen ſchicken ſich am beſten zum Dienen.


