Teil eines Werkes 
3. Th. (1846)
Entstehung
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Luiſe entfernte ſich und Johann fühlte ſich bereits beſſer, denn die Gewißheit, daß Caroline an ihn denke, hatte Balſam auf ſeine Wunde gegoſſen. Bei einem zweiten Beſuche gab Johann dem Kammer⸗ mädchen einen Brief an ihre Gebieterin mit, der aber nur mündlich beantwortet wurde, und erſt auf ein drittes Billet(Luiſe mußte den Kranken faſt täglich beſuchen) entſchloß ſich Caroline, einige Worte an Johann zu ſchreiben.

Es waren nur zwölf Zeilen, aber dieſer kurze Brief machte Johann überglücklich. Caroline ſagte darin,„ſie erwarte mit Ungeduld den Augenblick, wo ſie einander wiederſehen könnten, aber ſie möchte nicht, daß er eine Unvorſichtigkeit beginge, weil ſeine Geſundheit allen ihren Freundinnen zu Luzarche ſehr theuer ſei.“ Dies Alles enthielten die wenigen Worte, welche die ſchöne Hand geſchrieben hatte. Man wird ſich Johanns Wonne, welcher dieſes Billet hundert⸗ mal küßte, leicht denken können. Er dankte Luiſen, ja er hätte gerne auch Valcourt gedankt, daß er ihn verwundete, denn von dieſem Ereigniſſe hing ſein Glück ab. Endlich gab er dem Mädchen einen neuen Brief an ihre Gebieterin mit, worin er ſchrieb, er hoffe innerhalb drei Tagen in ſo weit wieder her⸗ geſtellt zu werden, um ſich nach Luzarche begeben zu können.

Das Kammermädchen nahm den Brief und ver⸗ abſchiedete ſich von Johann. Dann miethete ſie ein Gefährt, um zu ihrer Gebieterin zurückzukehren, ohne zu bemerken, daß ihr fortwährend ein großes Frauen⸗