Teil eines Werkes 
3. Th. (1846)
Entstehung
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Herr Schönzopf? Sie ſehen ja ganz verßtört aus.. Haben Sie die Gicht wieder bekommen?“ „Ach, Roſa, wenn Du wüßteſt ich bin un⸗ tröſtlich, meine liebe Freundin!— Was iſt es denn? Sie machen vielleicht viel Lärmen um nichts? Wir wollen ſehen, erzählen Sie mir.— Es iſt Jo⸗ hann es iſt der treuloſe Johann, welcher mich ganz zur Verzweiflung bringt.— Vor Allem glaube ich nicht, daß Johann treulos iſt! Sodann, was hat denn der arme junge Mann Schlimmes ange⸗ richtet?— Der arme junge Mann... Du ergreifft immer ſeine Partei... Er benimmt ſich auf eine höchſt unwürdige Weiſe.— Wie? Spielt er? reißt er den Wilden?— Noch weit Schlimmeres er ſchlägt die Hand der Adelaide Chopard aus!“ Roſa weicht einige Schritte zurück und ruft unter lautem Lachen:„Deßwegen alſo kommen Sie mit einem ſo verßörten Geſichte nach Hauſe, deßwegen geberden Sie ſich wie ein Verzweifelter!“ Schönzopf blickt die kleine Bonne mit mißmuthiger Miene an und brummt:„Ich hätte nicht geglaubt, Jungfer Roſa, daß Sie über eine Sache, die mich in ſo große Verlegenheit ſetzt, lachen würden. Sie thun mir dadurch ſehr wehe, Roſa!“ Schönzopf ſchien dermaßen angegriſſen, daß Roſa nicht mehr lachte, ſondern ſich ihrem Herrn näherte und zu ihm ſagte:„Mein Herr, ich ſehe nicht ein, warum Sie krank werden ſollen, weil Ihr Pathe ſeinen Entſchluß geändert hat.— Aber Roſa— Sollten denn Sie Fräulein Chopard heirathen?—