Teil eines Werkes 
2. Th. (1846)
Entstehung
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93 Johann, ja ich mache mir gar nichts aus ſeiner

1 Liebe!“

„Du thuſt ganz Recht, liebe Tochter,“ ſagte Madame Chopard;„denn es wird, da Du alle Eigenſchaften befitzeſt, um zu verführen, niemals an einem Mann fehlen! Und gewiß würdeſt Du bald einen finden, der mehr werth iſt als der Herr Johann.“

„Der ſogar weit mehr werth iſt,“ ſagte Herr Chopard,„denn ich ſehe überhaupt nichts Schönes an dem jungen Manne, und ſein Geſicht...

„Verzeihen Sie, Papa, ſein Geſicht iſt ſehr ſchön und ſein Wuchs ausnehmend regelmäßig.“

„Ja, er hat einen hübſchen Wuchs,“ ſagte Ma⸗ dame Chopard,„das kann man nicht läugnen.“

„Und einen herrlichen Gang!“ ſagte Herr Chopard.

„Aber er muß ſich endlich erklären, Papa; er muß uns beſuchen; ich kann nicht länger in einer ſolchen Ungewißheit wie bisher leben.“

„Unſere Tochter hat Recht, Chopard, ihre Lage iſt ſehr zweifelhaft. Ich glaube deßhalb auch, daß es nothwendig iſt Was ſoll man denn thun?“

„Lieber Papa, Sie ſollten zuerſt Herrn Schön⸗ zopf aufſuchen, ihn von dem Benehmen ſeines Pathen benachrichtigen und ihn bitten, er möchte Herrn Johann zu einer beſtimmten Erklärung über ſeine Abſichten auffordern?“

„Du haſt Recht!. er muß ſich über ſeine Ab⸗ ſichten erklären.. Aber Schönzopf hat die Gicht und kann noch nicht gehen.— Nun, ſo wird er ein