war, ohne daß die beiden Freunde hatten zuſam⸗ menkommen können, ſo fragten ſie ſich den Tag darauf, wenn ſie ſich wiederſahen, mit den Augen, und ihr erſtes Wort war immer: Nichts Neues?
Eines Tages ſagte Georg zu ſeinem Herrn: „Mein Herr, während Ihrer Abweſenheit hat eine Dame nach Ihnen gefragt; ſie nannte ſich Madame Grillon und iſt die Mutter von Ihrer Mamſell Pathe. Sie beklagte ſich, daß ſie der Herr nicht mehr beſuche; ſie wünſchte viel mit dem Herrn zu ſprechen ſie habe, ſagte ſie, wichtige Dinge, über welche ſie Sie um Rath fragen müßte und welche die Pathe des Herrn beträfe.
Guerreville hatte Georg gleichgültig angehört; er machte eine leichte Bewegung mit dem Kopfe, indem er erwiderte: Es iſt gut! und einen Augen⸗ blick darauf hatte er vergeſſen, was ſein Diener ihm geſagt.
Wenige Tage darauf ſagte Georg wiederum zu ſeinem Herrn:„Eine andere Dame hat nach dem Herrn gefragt; ſie iſt, wie ſie mir ſagte, die Mut⸗ ter des Herrn Julius. Sie bittet den Herrn, die Güte zu haben, auf einen Augenblick zu ihr zu kommen.“
„Marie.. Marie war bei mir?“ ſagte Guerre⸗ ville bei ſich;„von ihrer Seite ſetzt mich dieſer Beſuch in Erſtaunen; aber ohne Zweifel wird ſie von ihrem Sohne mit mir ſprechen... Ich werde zu ihr gehen.“
„Vielleicht ebenſo, wie Sie Madame Grillon


