Teil eines Werkes 
1. Th. (1846)
Entstehung
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ein geheimer Kummer drücke Sie, und damals bat ich Sie, mir denſelben mitzutheilen; aber Sie haben meine Tröſtungen zurückgewieſen.

Weil es Sorgen gibt, die kein Troſt mildern kann, und ſolche muß man, wie mir ſcheint, in der Tiefe ſeines Herzens bewahren.

Aber, mein Gott, was iſt Ihnen denn ſo Schreckliches begegnet? Sind es Glückszufälle? Ol nein, ich kenne Sie zu gut, um nicht gewiß zu ſein, daß dergleichen Ereigniſſe von Ihnen mit Philoſophie würden ertragen werden. Sie find Wittwer und der Tod Ihrer Frau mußte Sie tief betrüben; denn ich weiß, daß Sie ſie ſehr liebten, obgleich Sie ihr häufig untreu waren..

Aber die Männer haben das Recht, die Liebe mit. der Unbeſtändigkeit zu vereinigen: dies iſt ein Recht, das ſie ſich angemaßt haben, und deſſen ſie ſich un⸗ beſchränkt bedienen. Wohl, Sie liebten Ihre Frau zärtlich; aber ſeitdem ſie geſtorben, ſind, wie ich glaube, zehn Jahre verfloſſen, und ich habe Sie ſeitdem traurig geſehen, aber nicht verzweifelt.

Sie hatten eine Tochter. eine Tochter, die Sie anbeteten... von der Sie mir ohne Unterlaß er⸗* zählten. Sollte Ihrer lieben Pauline etwas vi fahren ſein?

Bei dem Namen von Pauline n die Züge Guerreville's; eine düſtere Wolke bedeckte ſeine Stirne, ſeine Blicke ſenkten ſich zu Boden, und er ſtotterte mit bewegter Stimme:Nein. nein. es iſt meiner Tochter nichts widerfahren...