Wand das iſt ein Mißbrauch des Vertrauens! Sie müſſen mir Rechenſchaft geben, Herr Dorſan; dieſe Sache wird Aufſehen erregen!— Mein Gott! Herr Nachbar, ich ſtehe zu Ihren Befehlen Machen wir unſern Handel nur gleich ab, denn es wird regnen, und es thäte mir ſehr leid, wenn dieſe Herren naß würden„beſonders da auch die Frau Baronin unter den Bäumen wartet.— Ich bin der Beleidigte und darf alſo die Waffen wäh⸗ len.— Natürlich.— Ich weiß den Degen ſehr gut zu führen.. denn ich habe Unterricht bei dem erſten Fechtmeiſter der Hauptſtadt genommen; indeß ſchlage ich mich nur auf Piſtolen, weil ich meine Vortheile nicht mißbrauchen will.— Das iſt ſehr edelmüthig von Ihnen; ich errieth Ihre Abſicht zum Voraus und brachte deßhalb Piſtolen mit.“
Wie ich meine Piſtolen aus der Taſche ziehe, ſehe ich, daß Raimund erſchrickt und ſich entfärbt. Dann zieht er auch ein paar große Sattelpiſtolen heraus und präſentirt mir dieſelben.„Schön,“ ſage ich, es nimmt alſo Jeder die ſeinigen.— Nein, nein, ſtecken Sie die Ihrigen wieder in die Taſchez die meinigen müſſen gebraucht werden. Sie ſehen ja, daß ich mit meinen Piſtolen zu ſehr im Vor⸗ theil wäre gegen die Ihrigen, welche um zwei Zoll kürzer find.— Ihr Benehmen iſt vortrefflich. Wohlan denn, wie Sie wollen.— Ja, mein Herr, ich darf die Waffen wählen und ſchlage mich nur mit den meinigen.— Gut; rufen wir dieſe Herren, um zu laden.“
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