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Erſtes Kapitel.
Die Brautwerbung.
Am Tage nach dieſem merkwürdigen Abend hat⸗ ten ſich Madame St. Godibert und ihr Mann noch nicht von ihrer Wuth darüber, daß man ſie zu der öffentlichen Vorſtellung ihrer Nichte gezwungen hatte, erholt.
Was Frau Mondigo anbelangt, ſo hatte ſie beim Weggehen ihrer Schwägerin erklärt, ſie werde keinen Fuß mehr in das Haus ſetzen, ſo lange die Perſon da ſei.
Im erſten Augenblick haite Angelika ausgerufen: „Man muß dieſes junge Mädchen zu ihrem Vater heimſchicken und ihr unſer Haus auf immer verbieten.“
„Ja,“ ſagte St. Godibert, ja, ſchicken wir ſie fort.“ M
Aber gleich darauf kratzt ſich der Banquier hinter dem Ohr, ſieht ſeine Frau an und redet weiter: „Was hilft uns aber jetzt das Fortſchicken? Geſehen hat man ſie doch ſchon und wenn man ſie nicht mehr ſieht, ſo werden Alle, die für ſie ſchwärmen, uns täglich fragen, was aus ihr geworden ſei! Dieſer Vetter Brouillard, der ſo boshaft iſt wie ein roth⸗


