Teil eines Werkes 
3. Th. (1845)
Entstehung
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Klaſſe von Leuten, die ſchöne Kleider tragen, vor⸗ nehme Manieren an ſich haben, kurz, Perſonen von Stand vorſtellen wollen, ſich aber nie ſo vollſtändig reinigen, daß man nicht noch einige Ueberbleibſel ihres urſprünglichen Kothes an ihnen bemerken könnte.

Fifine, Fifine! kommen Sie doch, um mir mein Kleid zuzumachen.

Sogleich, Madame!

Ich muß einmal ſehen, ob bei jedem Gedeck eine Salzbüchſe ſteht... welch' ſondervare Mode! Jedes ſoll heutzutage eine eigene Salzbüchſe haben; man wird doch immer verſchwenderiſcher. Da es aber einmal zum guten Ton gehört... Und dieſe Gläſer⸗ zahl. dieſer Wald von Gläſern vor jedem Gaſte! es iſt erſchrecklich. Ich finde, daß der Tafelluxus in gegenwärtiger Zeit zu weit getrieben wird.

Ihr Sohn wird ſogleich herunter kommen, Herr.

Gut, Franz. ah! Franz, gib wohl Acht auf was ich Dir jetzt ſagen werde: nach der Suppe ſchenkſt Du Jedermann... das heißt, bieteſt Du jedem Anweſenden Madera an; Du ſiehſt, von jener kurzen, oberhalb viereckigen Flaſche dort.

Ja, mein Herr, jaz o, ich kenne den Madera ſchon, ich weiß was das iſt!... das iſt famos gut!

Ah, Ihr wißt, daß das gut iſt, und wo habt Ihr denn welchen getrunken, da Ihr doch eben erſt aus Eurer Normandie kommt und in Paris noch nirgends als bei mir gedient habt?

Herr Franz wird purpurroth, er ſchaut auf ſeine Schuhe nieder und antwortet nach einer Weile:Ich

Paul de Kock. LXRXVI. 8