Teil eines Werkes 
1. Th. (1845)
Entstehung
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um eine Unverſchämtheit oder einen Spott auf der Stelle heimzugeben. Die Leute, welche das meiſte Verdienſt, Genie und Talent beſitzen, ſind im All⸗ gemeinen die wenigſt kauſtiſchen; es wird ihnen im Geſpräche weit leichter ſein, etwas Liebenswürdiges zu ſagen, als mit einer Unverſchämtheit zu antworten, weil das wirkliche Talent, da es auf Niemand eifer⸗ ſüchtig iſt, für Jedermann viel Nachſicht zeigt; wäh⸗ rend dagegen dieſe Klüglinge, welche es nicht dahin bringen, ſich einen Namen zu machen, ſich bemühen durch ihr Geſchrei wenigſtens die Blicke auf ſich zu ziehen, und ſich unaufhörlich in Erfindung von Un⸗ verſchämtheiten und pikanten Einfällen erſchöpfen, die ſie gegen Solche ſchleudern, welche ſie nicht erreichen können, wodurch ſie ſich in jenem Genre von Geiſt, den man mit dem Namen Aufſchneiderei beehrt hat, eine Art von Veberlegenheit erwerben.

Zu dem Bilde, welches wir von Herrn Brouil⸗ lard geliefert haben, bleibt uns noch beizufügen übrig, daß er bis zur Schäberei geizig war, während er doch reich und freigebig ſcheinen wollte. Seine Ei⸗ telkeit trieb ihn fortwährend an, Einladungen und Anerbieten zu machen, welche zu halten ihn ſein Geiz verhinderte, wodurch er oft in große Verlegen⸗ heit kam.

Roſa⸗Maria iſt ſchnell hinuntergeeilt, um den Vetter zu empfangen, welchen ſie ſchon ſo lange nicht mehr geſehen hat.

Herr Brouillard bleibt beim Anblick der Jung⸗ frau, welche mit Beſcheidenheit und Anmuth eintritt,