Teil eines Werkes 
3. Bdchn (1831)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Hundertvierter Brief.

Graf Malvi an den Baron L.

Aus der Reſidenz, im Mai 18*.

Wir ſind ſo glücklich, die ſchöne Comteſſe Domelli wieder in unſeren Mauern zu beſitzen! Es hat, wie ich glaube, dem Grafen einige Mühe gekoſtet, die Kleine, die an dem heimathlichen Boden ſehr feſt gewurzelt war, zu ſeinem Willen zu bewegen. Ich war, einem Auftrag der Baroneſſe Mün⸗ ter zufolge, in Breiſach eingeſprochen, und wurde von dem Grafen mehrere Tage feſtgehalten; mir fehlte es demnach nicht, die Cymteſſe in ihrem ei⸗ genthümlichſten Treiben und Leben zu belauſchen, und ich habe Entdeckungen gemacht, die mir von Nutzen ſein können. Stell' Dir vor, mein Freund! die finſtere Erſcheinung jenes Philoſo⸗ phen, die mir damals in Warmbrunn überall im Wege ſtand, iſt mir auf's Neue ſtörend entgegen⸗