Teil eines Werkes 
3. Bdchn (1831)
Entstehung
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mehr auf ein höheres Weſen zu beziehen, deſſen Einwirkung überall in ihren frommen Gedanken ſichtbar iſt. Ich werde ſie Dir mittheilen, um Deine Meinung darüber zu erfahren:

Beignung

Es tränkt der Sonne Strahl die kleine Pflanze Mit mildem Licht, und gibt ihr Kraft und Leben, und wenn die Blüthen ſchwellend ſich erheben, Hervorgelockt von dem allmächt'gen Glanze:

Sie alle liebend, ihr entgegenſtreben.

So neigt ſich ewig jeglicher Gedanke,

Der aus der Seele Tiefen ſich entbindet,

Zu Dir, von Deines Geiſtes Strahl entzündet, Es fühlend, daß er Dir ſein Daſein danke,

und in Dich kehrend, ſeine Heimath findet.

Walter, ich denke oft darüber nach, wie die Liebe, die an ſich ſelbſt auch in den weniger poeti⸗ ſchen Gemüthern ſchon eine ſo verſchönende, holde Erſcheinung iſt, in dem Herzen eines ſo reich aus⸗ geſtatteten Weſens, wenn man ſie pflegen und ent⸗ wickeln darf, einen ſo überſchwänglichen Lohn ge⸗ währen muß! Welchen unverſiegbaren Quell des reinſten Genuſſes böte dieſes, der höheren Seligkeit geiſtiger Liebe empfängliche Gemüth dar, zu welchen