Teil eines Werkes 
3. Bdchn (1831)
Entstehung
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zu triumphiren! Bören wirft einen verſtohlenen Blick zu mir herüber. Wüßte er, was ich geſchrie⸗ ben habe, das Herz würde ihm doch ein wenig un⸗ ruhig werden. Solche Aengſtlichkeiten aber, meine ich, ſind eben kein gutes Zeichen. Man bangt nicht, ohne die Schwäche des Herzens aus Er⸗ fahrung zu kennen! Wäre ich eiferſüchtiger Na⸗ tur, ich hätte deshalb keine ruhige Stunde; über⸗ dies hat vor kurzem die Erſcheinung der Comteſſe Domelli, die mit dem Vater uns beſuchte, einen Eindruck auf ihn gemacht, der mich überzeugt, ſein Gemüth ſei nicht wenig empfänglich. Angela iſt in der That ſchön geworden, und nahm ſich in dem modernen Anzug wunderhold aus. Ihr be⸗ ſcheidenes, kindlichfrommes Weſen wird, da es bei ihr reine Natur iſt, ihr immer die zarte Lieblich⸗ keit verleihen, durch die ſie gefällt, wo ſie auftritt. Bören hat es ſehr gut bemerkt, und ohne Rückhalt gelobt und geprieſen. Ich ſtimme ihm aus voller Seele bei, und ſchneide ihm ſomit die Gelegenheit ab, ſeine Anſichten durch mein Betragen rechtferti⸗ gen zu können. Die Comteſſe wird ſich den Win⸗ ter über in dem Hauſe der Baroneſſe Münter auf⸗ halten, und vft bei uns ſein. Es iſt mir herzlich lieb, gewiß, liebe Alboin! Angela iſt die Unſchuld, die Güte ſelbſt. Und Bören? O, ich bin ihm trotz meiner Eigenheiten und verkehrtem Weſen