erfuhren, ſteuerten ſie in aller Eile zuſammen, um
arme Magd kehrte allein zu ihrer Frau zurück und
half dieſer ſich aus ihrer Stube zu retten, welche bereits zu brennen anfing. Die beiden Weiber ſchrieen
nach Hülfe und rannten auf dem Felde umher; wo
ſoll man dieſe aber an einem einſam ſtehenden Orte finden! Ihr Geſchrei war vergeblich; dem Feuer konnte kein Einhalt mehr gethan werden.
Als die unglückliche Thereſe ſah, daß ſie verge⸗ bens die Vorſehung anrief, ſetzte ſie ſich gegenüber von dem Pachthof an den Fuß eines Baumes nieder, ſchaute hier den Verheerungen des Brandes zu und ſah in kurzer Zeit, ohne es im Mindeſten verhindern zu können, ihr Aſyl, wo ſie einen Theil ihres Lebens zugebracht und die Ruhe ihres Alters zu genießen gehofft hatte, deſſen Verluſt ſie an den Bettelſtab brachte, in Aſche zuſammenſinken.
Die Erntezeit war vorüber, alle Speicher des Pachthofes mit Korn angefüllt, Thereſens ganzes Ver⸗ mögen wurde ein Raub der Flammen. Es blieb ihr nichts als die Erinnerung ihrer Wohlthaten, ein trau⸗ riger Troſt in der Dürftigkeit! denn man darf nie auf die Erkenntlichkeit derer rechnen, denen man Gutes
gethan hat.
Die Einwohner von Bondy waren übrigens menſch⸗ lich; als ſie das der Pächterin zugeſtoßene Unglück
ihr ein Obdach und Nahrungsmittel anbieten zu kön⸗
nen. Die Landleute fanden mit Anbruch des Tages
Thereſe neben Urſula ſitzend, wie ſie mit düſterem Auge nach den Trümmerm ihrer Wohnung ſchaute
—zꝛx


