Teil eines Werkes 
4. Th. (1844)
Entstehung
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ſchien wieder freier zu athmen, als ſie wußte, wo ſich Adhemar aufhielt; ſie entließ ſofort ihre Leute, ſetzte ſich an ihren Schreibtiſch und ſchrieb folgenden Brief:

„Mein Herr! Nach jenem Vorfall, der unſere Trennung herbeiführte, ſchrieben Sie mir mehrere Briefe, worin Sie mich um Verzeihung baten und meine Einwilligung zu Ihrer Rückkehr zu mir nach⸗ ſuchten. Ich ging damals nicht auf Ihre Bitten ein, mein Herz war noch zu tief verwundet! Heute bin nun ich es, die Ihnen wieder entgegenkommt, ich, die Sie inſtändig bittet, mich nicht länger Wittwe ſein zu laſſen. Ich habe ſo eben vernommen, daß Sie um Ihr Vermögen gekommen ſind, daß Sie genöthigt ſind, Beſchäftigung zu ſuchen. Ach! hätte ich alles Dieß bälder gewußt, ſo hätten Sie längſt Nachricht von mir; allein ich hielt Sie für glücklich und bemittelt: ſehen Sie hierin den Grund, warum Sie nichts von mir hörten. Ach! kommen Sie, ich bitte, kommen Sie wieder zu Ihrer Gattin, die nie einen Andern als Sie geliebt hat und eher keine Ruhe finden wird, bis ſie Sie wieder an ihr Herz wird drücken können.“

Nachdem ſie den Brief unterzeichnet und ihre Adreſſe darunter geſetzt hatte, ſchaute Carleſia auf ihre Uhr: der Zeiger wies auf elf Uhr. Dann klingelte

ſie eilends ihrem Diener und ſagte zu ihm:„Trage Er ſchnell dieſen Brief in die Straße Malta... in das Haus, deſſen Nummer man Ihm ſagte... er iſt an Herrn Adhemar Marilly. Glaubt man, er