Erſtes Kapitel.
Zwei Liebende am Rande des Kanals.
. Es war im Januarmond jenes von Schwachköpfen
und alten Mütterchen ſo ſehr gefürchteten Jahres 1840 (denn nach der Prophezeihung mehr als Eines Ka⸗ lenders ſollte es, wo nicht das letzte, ſo doch eines der mörderiſchſten unſers Planeten werden), als ſieben Uhr Abends bei grimmigem Wetter ein junger gut⸗ gekleideter Mann auf dem Quai Valmy längs dem Kanalufer auf und ab ging, jenem neuen Viertel von Paris, das in einigen Jahren recht heiter, leb⸗ haft und gut gepflaſtert werden dürfte; freilich iſt es bis jetzt noch nicht ſo weit.
Der Theil des Quai, auf dem ſich unſer Spa⸗ ziergänger hielt, war deren einer, wo noch wenige Wohnungen zu ſehen ſind, wo es den Häuſerbeſitzern an Miethsleuten fehlt, und wo man ebendaher ſelbſt bei Tag und ſchönem Wetter nur wenigen Leuten begegnet. Hieraus iſt leicht zu ermeſſen, daß dieſer Platz zur Abendzeit menſchenleer ſein mußte, vollends bei kalter, regneriſcher Witterung, wo die alle Au⸗ genblicke ſich erhebenden Windſtöße jeden Vorüber⸗ gehenden zu einer Bewegung nach dem Kopfe zwangen⸗
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