15 wiedert nur:„Ein junger Mann... der Gläſer zer⸗ bricht... das Uebrige wird Ihnen wohl bekannt ſein?“.
Aber Sanscravate, dem der Wein bereits zu Kopfe geſtiegen war, ſteht auf und ſchreit:„Sacker⸗ ment! weißt Du, daß ich ſolche Geſchichten nicht leiden kann... wenn ein Anderer das gethan hätte... Du wirſt es hoffentlich nicht wiederholen...— Was!“ fängt Baſtringuette, ſich gleichfalls erhebend und Sans⸗ cravate entgegentretend, an,„ſoll Lärm gemacht wer⸗ den? Dann will ich noch ärger ſchreien als ihr!... Fängt man mit einem Freunde Händel an, weil er nicht mehr trinken will? Iſt Paul nicht ſein eigener Herr! Ich behaupte, daß er recht hat, wenn er ſich nicht beſäuft wie ihr! Denn wenn ihr einen Rauſch habt, ſeid ihr wie das Vieh, und nicht mehr im Stande, euch zu ſchlagen; wenn ihr dann glaubet, man liebe euch, ſo irrt ihr euch ſehr!— Potz Tau⸗ ſend! wie ſie ſich ſeiner annimmt!“ ſagt Johann Ficelle;„wenn ſie in ihn verliebt wäre, könnte⸗ ſie es nicht ärger machen.— Wenn ich in Jemand verliebt bin,“ entgegnet Baſtringuette,„ſo bin ich es jedenfalls nicht in Sie!“
Sanscravate, der immer mehr und mehr in's Feuer geräth, und dem die verſteckten Andeutungen und halben Worte Johann Ficelle's Eiferſucht in's Herz zu jagen anfangen, nimmt das große, neben ihm ſtehende Mädchen beim Arme und ſchüttelt ſie heftig daran, während er ſchreit:„Es kommt mir auch ſo vor, als ob Du dich zu ſehr um den Kame⸗
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