11 geſchehen. Ich erinnere mich jetzt wohl, daß ſich geiſt⸗ reiche Worte... hübſche Scenen darin fanden... Wahrlich, ich bin untröſtlich, Herr Eduard...— Und ich, ich verſichere Sie, daß ich darum keines⸗ wegs böſe bin. Was macht ein wenig Pfeifen mehr oder weniger? Auch bin ich der Anſicht, daß ein ſchleuniger Fall auf dem Theater beſſer iſt, als ein Dahinſchleppen durch mehre Vorſtellungen.— Sie werden mir alſo deßhalb nicht grollen 56 „Ei!l nein, ſagte Alfred; Du haſt ihm Deine Freundſchaft bewieſen: wen man lieb hat, züchtigt man; und zudem hat der beſte General ſchon Schlach⸗ ten verloren; nicht wahr Eduard?... Schau, ich wette, das hat man Dir ſeit vorgeſtern wenigſtens ſchon fünfzigmal geſagt.“. Eduard lächelt, diesmal aber aus vollem Herzen, und faßt den Arm ſeines Freundes wieder, der Ro⸗ bineau aufs Neue, ſpöttiſch lächelnd, betrachtet. „Du biſt immer ſehr beſchäftigt, Robineau?— O fortwährend... wir haben eine Höllenarbeit... Mein Vorgeſetzter verläßt ſich ganz auf mich... er weiß, daß ich immer da bin, wo es Noth thut... — Was haſt Du denn in dem großen Portefeuille, das Du ſo feſt unter den Arm drückſt? ſpielſt Du dieſen Abend eine Notarsrolle?— O! das iſt nicht zum Spielen, ſondern eine Arbeit, die ich mit nach Hauſe nehme...— Teufel!— Sehr eilende Ge⸗ ſchäfte... Zuweilen bringe ich einen Theil der Nacht darüber zu... ich bin aber auch ſicher, daß ich vor⸗ rücke...
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