Teil eines Werkes 
2. Th. (1843)
Entstehung
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Zuhörer zu überraſchen, und ſo wird oft ein Bach zu einem reißenden Strom, ein Kind, das einen Vers ohne anzuſtoßen herſagt, zum Wunder, ein Taſchenſpieler zum Zauberer, ein Sänger mit hoher Stimme zum Kaſtraten und ein Komet zum Vorboten fürs Weltende.

Das Dienſtmädchen, indem es ſein Loth Kaffee kauft, hört von dem Ladendiener, daß im Gaſthof zum Mohrenkopf zwei ſeltene Menſchen wohnen, die einem Alles, was man thun will, prophezeihen können. Ei der Tauſend! das muß ich meiner Madame erzählen, ſagt das Mädchen und verläßt ſchnell den Laden; ſie iſt letzthin mit ihrem Better ſpazieren ge⸗ gangen und wünſcht nicht, daß ihr Mann es erfahre; ich werde ihr den Rath geben, die Sache nicht durch die Zauberer kund werden zu laſſen.

Was gibt's Neues? fragt der alte Hageſtolz ſeinen Barbier, indem er ſich auf den Stuhl ſetzt und das Handtuch vorhält! Was es Neues gibt? Herr Sauvogeon, Traun! wir haben höchſt ſonder⸗ bare, höchſt pikante Neuigkeiten. Nun, ſo laßt ſie hören, ſprecht! Die beiden fremden Doktoren im Mohrenkopfe haben ſchon Experimente gemacht! Wirklich? Gewiß, gewiß! ich habe es von Hieronymus, dem Kellner daſelbſt, der iſt Ohren⸗ und Augenzeuge geweſen. Nicht möglich! Dieſe Nacht hat der Somnambule ſeine nächtlichen Wan⸗ derungen begonnen. Nächtliche Wanderungen bei Nacht!... dieſe Somnambulen ſind alſo Nyktalogen? Ja, mein Herr, ſie ſind Nykta... Wie heißt