—
war, verließen unſere Freunde einen Menſchen, deſſen Anblick ihnen nur peinlich ſein konnte, be⸗ ſonders Paulinen, die er ſo nahe anging. Kaum waren ſie jedoch weg, als ſie erfuhren, er habe ſeinen letzten Seufzer ausgeſtoßen.
„Wünſche gute Nacht, ſprach Müller, ich hoffe, wir werden einander nicht mehr begegnen.“ Pau⸗ line weihte ſeinem Gedächtniß einige Seufzer, nicht daß ſie die geringſte Zuneigung für ihn haben konnte, aber es war der einzige Verwandte, den ſie je gekannt.
Nun hielt unſere Freunde nichts mehr in Bla⸗ mont zurück, ſie machten ſich daher nach Schloß Framberg auf den Weg, wo ſie den andern Tag eintrafen.
Mit welch trunkener Freude ſahen ſie die Orte wieder, wo Jedes von ihnen ſo viele Erinnerungen
fand! Der Oberſt und d'Ormeville vereinten die
beiden Liebenden. Hymen bedeckte die Fehltritte
Amors. Heinrich und Pauline, endlich zum Glücke
gelangt, verließen ihren Vater und ihren Wohl⸗
thäter nie; der gute Müller brachte ſein Leben an
ihrer Seite zu, betrank ſich öfters und fluchte viel; aber man muß Dem wohl einige Fehler vergeben, deſſen Seele ſo ſchöne Tugenden beherbergt.
—


