Teil eines Werkes 
6Oden : Bd. 2 (1818)
Entstehung
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Klopſtocks Oden. 27

Ihr. Tod.

₰ Sauf ſanft, du Groͤßte deines Stammes, Weil du die menſchlichſte warſt! Die wareſt du, und das graͤbt die ernſte Ge⸗ ſchichte, 8 Die Todtenrichterin, in ihre Felſen.

Oft wollt' ich dich ſingen. Die Laute ſtand, Klang von ſelbſt mit innigen Toͤnen von dir; Ich ließ ſie klingen. Denn wie du Alles, was nicht edel war, haßteſt,

So haß' ich, bis auf ihren Verlorenſten Schein, Auf das leichteſte Woͤlkchen Des Naͤucheraltars, die Schmeicheley.

Jetzt kann ich dich ſingen. Die Schlan⸗ genzunge ſelbſt Darf nun von jenem Scheine nicht ziſchen. Denn du biſt todt! Aber ich habe geliebt, und vor Wehmuth Sinket mir die Hand die Saiten herab.

Doch Ein Laut der Liederſprache, Ein Flammenwort. Dein Sohn mag forſchen ſtrebend,