Sechzehnter Geſang. 11
XVI. G. V. 107— 120. Ruͤhre Gethſemane, Cherub, und ſeine Pal⸗ men. Der Engel Eilte dahin, das Geſtirn, daß es fruͤher ende, zu ruͤhren. Kermath kam ſein Engel entgegen, laͤchelt ihm Liebe, Sagte: Du warſt fuͤr die Menſchen, mit denen du lebteſt, zu edel, Guter Kermath. Das wars, daß ſie dich verkann⸗ ten, und haßten. Trockne ſie nun die Zaͤhren, die du mit innigem Schmerze, Wegen dieſer Verkennung, in deiner Einſamkeit weinteſt. Komm, den Lohn zu empfahn, den dieſe Guͤte des Herzens, Dieſe Geduld dir erwarb. Blick auf!(er wies nach dem Sterne) Dort wirſt du auf der erſten Stufe der Seligkeit ſtehen! Aber du ſteigſt, die Ewigkeit durch, von Stufe zu Stufe, Stets von Helle zu Licht, von Freude zu Wonne! Sie ſchwebten Mit einander empor zu der erſten Stufe des From⸗ men. Einer von Indiens Koͤnigen war geſtorben. Die Seele


