Sechzehnter Geſang.⸗ 5
XVI. G. V 24.— 37.
Lichtausgießende Morgenroͤthen, in Sommermond⸗ 5 nacht. Aber ſo oft ſein Auge voll Gottheit blickte, ſo faßte Alle ſuͤßes Gefuͤhl der Endlichkeit! ſtanden ſie alle Gern auf ihren Stufen, auf die in der Reihe der
Weſen Er ſie geſtellt! ſo fuͤhlten, durch ihn, ſie alle ſich ſelig!
Siehe, der Cherub verſtand den Wink im ge⸗ wendeten Antlitz Chriſtus, und ſchwebete dahin. Bald kam er mit Seelenſchaaren Wieder, ihr Fuͤhrer, der Todten, die ſeit des goͤtt⸗ lichen Sohnes Auferſtehung waren geſtorben, und die zu beſtat⸗
ten, Graͤber hier Weinende gruben, dort dem Staube die Uenen
Mit der Cypreſſ' umwanden. Die Blume bluͤhet, mit welcher
Einiger Griͤber Geliebte nun bald beſtreuen; und dennoch
Sprach nicht los das Gericht den Todten im blumi⸗ gen Grabe.
Chriſtus Geſendeter fuͤhrte die Seelen nach Tabor, Sie kamen,


