Funfzehnter Geſang. 46⁵
XV. G. V. 1456— 1469. Und zu ihm trat ein Fremdling herein. F. Du
kannſt mir, o Juͤngling,
Helfen, wofern du willſt. An dem Fuße von Ta⸗ bors Gebirge
Liegt ein verwundeter Mann; den haben Moͤrder verwundet!
Auf dem Wege zu dem ſitt einer, der blind iſt, und durſtet.
Keine Quelle war da! er wußte mir keine zu nennen.
Sieh, er durſtet, und ruft nach Huͤlfe, die ihm verſagt wird.
Auf dem Wege zu ihm wehklagt ein ermatteter Al⸗ ter,
An die Felſen geſunken. Ich konnt' ihn nicht fuͤh⸗ ren; und laben
Konnt' ich ihn auch nicht. Ich ſelber ach! bin duͤrftig und kraftlos.
Semida rief mit Schnelligkeit: Nimm, und ſtaͤrke dich; nimm dann
Dieſes fuͤr ſie, und dieß. Ich nehme das andre.
4 Sie gingen,
Kamen zum Greiſe. S. Geh du voraus mit dem zu dem Blinden.
Nimm, mein Vater, und iß, und trink dieß Lab⸗ ſal der Traube!
Sprachs, und kam dem Pilger zuvor, und fruher zum Blinden,
Klopſt. Meſſias III. B. G g ute Aufl⸗


