Teil eines Werkes 
3. Bd. (1825)
Entstehung
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Funfzehnter Geſang. 463

XV. G. V. 1428 1441. Glauben konnte, du ſeyſt wahrhaftig vom Tod' er⸗ 3 ſtanden!

Nun erwachten von neuem mit tiefverwundender Wehmuth

Seiner Liebe Schmerzen in ihm. Noch war fuͤr ihn immer

Cidli geſchaffen. Das fuͤhlt er zu maͤchtig! unuͤber⸗ windlich

War der Sieger, dieß ſtarke Gefuͤhl, in dem inner⸗ ſten Herzen!

Nacht vor mir, wer fuͤhrt mich durch dich? wer hindurch zur Gewißheit,

Ob, die ich mir erkohr fuͤr die Ewigkeit, wieder mich liebe?

Oder auch nicht? Wer bringt mich hinauf zu den Hoͤhen der Freude 2

Oder hinab in das ſinkende Thal der bitterſten

Schmerzen?

Auferſtanden bin ich, doch nicht unſterblich gewor⸗ den!

Waͤren wir dieß; ſo waͤren wir lang' hinuͤberge⸗ gangen 3

In der Ruh Gefilde, wo nichts die Liebenden tren⸗ net!

Und dort liebte mich Cidli gewiß! O Cidli, Ge⸗ waͤhlte, Die ich liebe, wie wenige nur zu lieben vermoͤ⸗ gen!