—
Funfzehnter Geſang. 4⁵3
XV. G. V. 1287— 1301. Habe wie Pſalme gehoͤrt der Harfenſpieler, wie
Choͤre,
Als ob ſie an dem Throne dem Hocherhabenen ſaͤn⸗ gen,
Da er ſein Haupt emporhub, rief: Es iſt vollen⸗ det!
Da ſein Auge ſchaute mit Gottesblicken gen Himmel:
Vater, in deine Haͤnde befehl' ich meine Seele!
M. Und doch litt' ich, die Sterbliche, wie die Mut—
. ter Abels
Niemals litt! Allein Preiß ſey dem Sohne, des Leidens
Geber, denn ach! wie erhoͤhet mir nun die naͤchtli⸗ che Stunde,
Siehe, die Stunde der Angſt, die Stunde des Schwerts in der Seele
Meine Wonne! E. Ich habe, wie du, nicht ge⸗ litten, ob Abel 3
Gleich zu der Erde geſtuͤrzt ich liegen ſahe, der Todten
Erſten, und meinen Sohn! die Stirn' ihm zer⸗ ſchmettert, des Fluches
Fruͤhes Opfer! in Blut! und meinen Sohn! Es
4 vergingen Erd' und Himmel um mich! ſo ſchreckte der Todte die Mutter!
M. Arm des Allmaͤchtigen! du, ja du nur hielteſt
mich, Gottes


