Zehnter Geſang. 283
X. G. V. 887— 900.
Nie zu ſehr den Schimmer der fruͤherleuchtenden Gnade, 4
Loͤſche das Feuer nicht aus, das, dich zu lieben, ſie anflammt!
Mittler! vor allen in denen nicht, deren reiferes Alter
Du, der Erde zu leuchten, und ſie an Gott zu er⸗ innern;
Oder in jenen, die du erkohreſt, vom hoͤheren Schauplatz,
Wo durch dich ſie ſtehen, auf ihre Bruͤder, die Menſchen,
Wohlthun, Frieden, und Schutz, und Gerechtig⸗ keit auszuſchuͤtten!
Alle, die es nun wiſſen, was Gott von ihnen, der
Weſen
Hoͤchſtes, heiligſtes, beſtes, der anzubetende Schoͤ⸗
pfer,
Mit ſo vieler Geduld, ſo viel Barmherzigkeit, fo⸗ dert,
Laß, laß alle Menſchen, ihr kurzes Leben am
Staube,
Dieſe Stunde der Pruͤfung, zu ihrer Seligkeit,
leben!
Daß der Wanderer nicht an dem Quell, und unter den Schatten
Jene Krone, die Gott von fern ihm zeigte, ver⸗ ſchlummre!


