Zehnter Gefang. 281
X. G. V. 859— 872. RNeuer Inbrunſt voll, ſtreckt Adam die Arme zum Kreuz aus.
Du, mein Herr, und mein Gott! wie kann ich, du Liebe, dir danken? Ewigkeiten, ſie ſind zu kurz, genug dir zu danken!
Hier will ich liegen, und beten, bis du dein goͤtt⸗
liches Haupt nun
Neigeſt im Tode! Nur vor dem fuͤrchterlichſten der Engel,
Nur vor ſeiner Stimme, ſoll meine Stimme ver⸗ ſtummen;
Wenn er kommt, und es nun, von deinem Vater verkuͤndigt,
Der dich verlaſſen hat! Hoͤre, um dieſes Todes willen,
Den fuͤr die Suͤnder du ſtirbſt, hoͤr, Gottverlaßner, mein Flehen!
Herr! fuͤr deine Verſoͤhnten, fuͤr meine Kinder, fuͤr alle, 4
Die das weite, das furchtbare Grab, die Erde, doch hat's auch
Deine Gnade mit Blumen beſtreut! noch kuͤnftig bewohnen,
Und, mit jedem vor der Verſoͤhnung entſchlafnen
Jahrhundert,
An dem Tage der großen Entſcheidung, einſt auf⸗
erſtehen:


