Teil eines Werkes 
2. Bd. (1825)
Entstehung
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Zehnter Geſang. 275

X. G. V. 777— 790. Auch in dem Staube begraben, wie ſeine Bruͤder, die Menſchen, Schlummern ſollte, da ſtanden ſie ſtill. Gewaͤlzt vor des Grabes Oeffnung, lag ein Fels. An der einen Seite des Felſen Stand der Vater, und an der andern die Mutter der Menſchen. Sie ſank gleich an den Felſen hin. Der Gedanke vom Grabe, Vom ſo nahen Grabe des Wundervollen durchdrang ihr Zu gewaltig, ein Pfeil des Allmaͤchtigen, ihre Seele. Er ermannte ſich noch; er ſtreckte gen Himmel die Arm' aus. Dreimal nannt' er in ſich des Gottverſoͤhnenden Namen, Und ſo lange ſah er, mit bleibendem Blick, ihm ins Antlitz, Ihm, der dahing, bleich war, als nie ein Sterb⸗ licher bleich war! Aber auch Adam hielt nunmehr den erſchuͤtternden Anblick Laͤnger nicht aus. Er ſank in dem Staub der Er⸗ de danieder, Hub vor ſeine Stirn die feſtgefalteten Haͤnde, S 2