Sechster Geſang. 19
VI. G. V. 217— 230. Gegen des Hohenprieſters Pallaſt, und blieb in der Nacht ſtehn.
Aber der Fuͤhrer der Schaar, die Jeſus beglei⸗
tete, Philo
Reißet ſich wuͤthend voran, eilt in die Verſamm⸗
. lung und alle
Sehns an ſeinem Triumph, und dem hohen flam⸗ menden Auge,
Daß der Todtenerwecker gebunden, und dicht am Pallaſt ſey!
Doch ſie hatten nicht Zeit, daß ſie Philo jauchzten. Der Gottmenſch
Trat herein. Sie ſahn den kommenden, trauten dem Anblick
Kaum die Wirklichkeit zu, und bebten vor Wuth, und Entzuͤckung.
Aber er trat die Stufen herauf, und ſtand vor dem
Richtſtuhl.
Alle Hoheit, ſo gar die Hoheit des ſterblichen Wei⸗ ſen
Leget' er ab, und war nur ruhig, als faͤh' er den Abfall
Einer Quelle vor ſich, und daͤchte nur ſanfte Ge⸗ danken,
Nach erhabnern an Gott, die Augenblicke zu ru⸗ hen.
Wenige leiſe Zuͤge nur behielt er von ſeinem
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