Sechster Geſang. 5
VI. G. V. 25— 38. Laß uns ſchweigen! Es iſt rund um uns heilig! Zwar Graͤber Liegen auch um uns her: doch werden dort Engel erwachen!
Schlummert in Frieden! Aber o ſieh, wer druͤben
im Dunkeln
Wild mit der Flamme ſich naht. Euch ſandte die Hoͤll', Empoͤrer!
Welch ein niedriger Haufen! Allein der Schoͤpfer des Sandkorns
Und der Sonnen, der Ewigkeit herrſcht, durch den Wurm, und den Seraph!
Und ihr Fuͤhrer, ihr Fuͤhrer! Eloa... So wird er
— nicht wandeln,
Wenn die Poſaune den Staub aus jenen Huͤgeln hervorruft,
Die vor dem Richter ihn deckten ſo froh wirſt dann
du nicht wandeln,
Du Verraͤther! Er ſprachs. Der Haufen nahte ſich wuͤthend,
Trug die Flammen empor, und irrte mit ſuchendem Auge
Durchs Labyrinth der Baͤum' und der Nacht. Ihn
ſahe der Gottmenſch. Nun erhub ſich die dunkelſte Nacht, die uͤber ihn herging, 3
Wolkicht empor, und als ſie ſich hub, entfloſſen
ihr Schauer.


