Fuͤnfter Geſang. 331
V. G. V. 776— 783.
Ich, ein kurzer Gedanke des Unerſchaffnen, ein Tropfen
In der Schoͤpfungen Meer, gleich einer Sonne, die aufgeht,
Einem Staube zu leuchten, der ſchwimmt, und Er⸗ de genannt wird!
Heil mir, daß ich geſchaffen bin! Heil, daß ihr ewig ſeyd! Heil euch,
Vater, und Sohn! Und ihr, die meine Seele noch fuͤllen,
Die mit der Stille der Gegenwart Gottes noch uͤber mich kommen,
Heilige Schauer, fahr fort aus meiner Endlichkeit Grenzen
Mich hinuͤber zu tragen ans Dunkle der Herrlichkelt Gottes!
Ganz empfind' ich, was einſt die Auferſtehenden fuͤhlen!
Wie aus dieſem tiefen Erſtaunen der Mittler mich weckte,
Adams Geſchlecht, ſo weckt er dich einſt! Dieß freu⸗ dige Zittern,
Dieſe Wonne des ewigen Lebens wird uͤber dich kom⸗ men!
Sitzen wird dann auf dem Throne, der hier in dem Staube gebuͤckt liegt,


