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Fuͤnfter Geſang. 3²9
V. G. V. 751— 762, In der Naͤhe des Richters der Welt; ſo wird er dich lehren, Unter die zitternden Stimmen den Ton der Trium⸗ phe zu miſchen!
Gott ſprach ſo. Der Seraph ging fort mit
dem Rauſchen des Jordans,
Und mit dem Wehen der Donner von Tabor. Er
82 ſtieg an dem Oelberg
Langſam herab. Ein furchtbarer Schauer naͤchtlicher Winde
Trug ihm die betende Stimme des hohen Meſſias entgegen;
Und ein ſtilles Zittern befiel den ſtaunenden Se⸗ raph.
Aber als er ſah des Sterbenden Antlitz, den Blick ſah.
Voller Gefuͤhl des Gerichts, den Sohn von dem Vater verlaſſen;
Stand er, auf die Erde geheftet, des himmliſchen Glanzes,
Seiner Schoͤnheit beraubt, nicht mehr der unſterb⸗ liche Seraph,
Gleich dem Menſchen von Erde gemacht. Der Gott⸗ verſoͤhner


