Fuͤnfter Geſang. 313
V. G. V. 540— 553. Und ſein Thun mit Weisheit geſchmuͤckt! Ach ſoll ich ihn ſehen? Soll ich ſehen des Sterbenden Angſt, die brechen⸗ den Augen, Und die Tobesblaͤffe der Wangen, die jetzo verbluͤht
ſind? Soll ich hoͤren der Seufzer Getoͤn, den rufenden Donner
Seiner Stimme, mit welcher er ſtirbt? Ach Blut des Erſchlagnen! Furchtbares Blut des unſchuldigen Manns! auch du biſt ein Zeuge Wider mich vor jenem Gericht, das Erbarmung nicht kennet. Auch ich habe zum Tode die Kinder Adams ver⸗ leitet! Blut! du Blut unſchuldiger Menſchen, das jemals vergoſſen Ward, und lange Jahrhunderte noch vergoſſen wird werden,. Laß von mir ab! ich hoͤre die Stimme, mit der du donnerſt! Ach ich hoͤre dein furchtbares Seufzen, mit dem du zu Gott ſchreiſt, Rache forderſt, und mich der ewigen Rache dahin⸗ giebſt! Ich muß ſchauen dahin, wo deine Verweſungen ruhen!


